Eine Zukunft kommt

Eine Zukunft kommt. Wenn wir sie aktiv prägen, wird es unsere Zukunft sein. Wenn wir sie einfach abwarten oder gar aussitzen, wird es die Zukunft eines Anderen sein, in der wir leben. Das hat auch die Migros erkannt. Schon lange. Wie viele andere erfolgreiche Firmen auch. Deshalb will sie einen unrentablen Standort schliessen. Dazu muss sie die Steiner nicht fragen, das kann sie einfach so entscheiden. Sie fragt uns aber an, ob sie weiter in unserer Stadt bleiben dürfe, an einem anderen Standort, dort, wo Stein am Rhein gerade wächst. Und die Wunschparzelle der Migros ist uns noch ein Klotz am Bein, also eine Win-Win-Situation!

Leider sehen das nicht alle so. Veränderungen bringen immer auch Unsicherheiten mit sich. Viel wichtiger aber: Sie bringen auch Chancen. Nutzen wir sie! Im Stadtrat, Einwohnerrat, Gewerbeverein und an vielen anderen Orten sitzen Menschen, die die Zukunft nicht einfach planlos abwarten, sondern sie aktiv gestalten wollen. Geben wir ihnen die Möglichkeit, ihre Ideen zur Aktivierung und Attraktivierung nicht nur der Altstadt, sondern auch von Stein am Rhein und der Umgebung zu diskutieren, zu entwickeln und umzusetzen.

Je mehr wir gemeinsam Neues, Wertiges und Nachhaltiges schaffen, um so attraktiver wird unser Städtchen. Die Angebote sollen nicht nur Touristen aus fernen Ländern ein paar Ah- und Oh-Eindrücke vermitteln. Sie sollen auch den Einheimischen, Familien, Gruppen oder Einzelpersonen aus der näheren und weiteren Umgebung Grund geben, unser Städtchen regelmässig zu besuchen, hier zu verweilen und einzukaufen.

Der Skatepark ist ein Schritt in dieser Kette, der daneben auch noch unserer Jugend eine sinnvolle und gesunde Freizeit ermöglicht. Weitere Schritte sollten folgen, auch an attraktiven Standorten, an denen wir zur Zeit nur Autos Rheinsicht geben. Neben dem Stadtgarten gäbe es noch Platz, um auch ältere Kinder, Jugendliche und jung gebliebene Erwachsene anzuziehen.

In meiner Zukunft können beide Rheinseiten gemeinsam gewinnen.

Dieser Beitrag erschien ursprünglich im Steiner Anzeiger vom 11. April 2017.

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